In der Zeit um 1920 war es Gottfried Bußler, der mit
gleichgesinnten Hückelhovener Burschen eine Fußballmannschaft bildete.
Man fand sich zusammen, um sich auf einer Wiese an dem Fußballspiel zu
erfreuen. Bald wollte man sich mit einem Gegner messen, fand diesen in
„Iserclub“ Hilfarth und konnte mit 3:2 den ersten Sieg erringen.
Im Jahre 1922 wurde aus der „wilden“ Mannschaft der
„Fußballclub Hückelhoven“ mit Vorstand, Statuten, Vereinslokal und
einem festen Spielplatz. Der Vereinswirt Spichartz stellte dazu eine
seiner Wiesen zur Verfügung. Jetzt konnte ein geordneter Spielbetrieb
aufgenommen werden, und die Mannschaft beteiligte sich am Spielbetrieb
der DJK (Deutsche Jugendkraft). Zu den Spielpartnern gehörten: Merbeck,
Rurdorf, Linnich, Wanlo, Klinkum, Kempen, Houverath und Doverheide.
Mit der Ausdehnung der Bergarbeitersiedlungen und
dem damit verbundenen Anwachsen der Einwohnerzahl war auch ein
stärkerer Anstieg der Mitgliederzahl und aktiven Spieler verbunden. Es
kam zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den „Neuhückelhovenern“
und den „Althückelhovenern“. In der nachfolgenden kurzen Zeit der
Trennung erfolgte 1928 in „Althückelhoven“ eine
Vereinsneubenennung. Zum ersten Male trug man den Namen „Borussia“.
Die
Aktiven hatten im Vereinslokal Spichartz die Möglichkeit, sich in einem
kleinen Saal umzuziehen. Zum Waschen nach dem Spiel stand auf dem Hof
eine Pumpe mit kaltem Wasser zur Verfügung. Vor allem in den
Wintermonaten hatten die Spieler „Bammel“ vor der Waschprozedur nach
den Spielen auf dem Aschenplatz.